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Wie in der Allgemeinmedizin birgt jeder chirurgische Eingriff im Rahmen der Implantologie ein gewisses Risiko für den Patienten. Obwohl die Verfahren, Techniken und Instrumente mittlerweile als minimal-invasiv und atraumatisch bezeichnet werden können, besteht immer ein Restrisiko, das nur mit modernster Technik in der Hand eines erfahrenen Implantologen minimiert werden kann.
Grund hierfür ist die äußerst individuelle Beschaffenheit der gesamten Kieferregion. Knochendicke, -dichte und -form variieren bei jedem einzelnen Patienten. Der Verlauf von Blutgefäßen und Nerven sowie die Lage der Kieferhöhlen sind wichtige Dinge, die der Implantologe beachten muss. Um den chirurgischen Eingriff möglichst detailliert und sicher planen zu können, ist die Implantatdiagnostik des Implantologicums fester Bestandteil des gesamten Implantologie-Konzeptes.
1. DVT "NewTom" 2. Computer gestützte Navigation
1. DVT "NewTom"
Die Zukunft der Implantologie hat in Burgdorf/Hannover begonnen: Computer "scannen" den Kiefer, "Roboter" helfen bei der Operation!
Bei aller Erfahrung und dem gegebenen handwerklichen Können der Behandler setzt das Implantologicum in der Implantologie auf die Unterstützung modernster, in der minimal-inversiven Chirurgie nicht mehr wegzudenkenden Computer-Unterstützung.
Mit dem digitalen Volumen-Tomographen "NewTom" werden Kopfregion, Zahnpartien, Gelenke, Ober- und Unterkiefer in einer 360-Grad-Messung gescannt. Die Einspeisung der Daten in den Computer ergibt damit verlässliche Absicherung der Diagnose. Das 175.000 Euro teure Gerät, das in Niedersachsen nur 4 mal und im benachbarten Hamburg gar nicht eingesetzt wird, belastet den Patienten bedeutend weniger, als die üblichen Computer Tomographen. Damit handelt es sich bei dem "NewTom"-DVT um das nachweislich strahlungsärmste Verfahren zur 3-D-Darstellung der Implantatregion.
Durch die exklusiv für die Implantologie entwickelte Spezialsoftware, kann der Behandler den chirurgischen Eingriff wesentlich besser planen als bisher. Durch die äußerst exakte, 3-dimensionale, frei rotierbare Darstellung des Patientenschädels, insbesondere der Kieferregion, sind dem Behandler die exakten Verhältnisse wie Kieferumfang und -qualität sowie chirurgisch äußerst relevante Hinweise auf den Verlauf von Arterie und Nervkanal im Voraus bekannt. Dadurch können etwaige Komplikationen während und nach der Implantation ausgeschlossen werden. Die richtige Wahl von Implantatlänge und -breite, als auch die genaue Implantatposition können vorher bestimmt werden - sie sind maßgeblich für Ästhetik und die Funktion des Zahnersatzes verantwortlich.
Durch die DVT-gestützte Implantatdiagnostik weiß der Implantologe also schon vor der Behandlung, welche orale Situation ihn beim individuellen Patienten erwartet.
Das "NewTom"-DVT bietet zusammengefasst die folgenden Vorteile ggü. herkömmlichen Verfahren:
- es ist genauer
- es weist deutlich weniger sog. Streustrahlung auf
- es ist wesentlich strahlungsärmer (ca. 80% reduziert)
- es ist kostengünstiger
Die erfassten Daten der digitalen Volumentomographie können während des chirurgischen Eingriffs für die Computer gestützte Navigation ("RoboDent II") verwendet werden.
2. Computer gestützte Navigation
Mit dem von der Berliner Charité entwickelten Navigationssystem "RoboDent II" steht dem Implantologicum ein für die implantologische Praxis entwickeltes Hightech-Gerät zur Verfügung.
Im Vergleich zu herkömmlichen computergestützten Verfahren, die beispielsweise mit Schablonen arbeiten, tritt keinerlei Abweichung zwischen Planung und Umsetzung auf. Das dreidimensionale Planungssystem ermöglicht die exakte Übertragung chirurgischer und prothetischer Planung auf die konkrete OP-Situation.
Auf Basis der "NewTom"-Daten errechnet das RoboDent-System mit spezieller Software ein 3-D-Modell des Kiefers. Bereits vor dem Eingriff ermittelt der Operateur mit Hilfe des Patienten-Modells die anatomisch günstigste und exakte, endgültige Position der zu setzenden Implantate im Kiefer. Früher erfolgte dieser Schritt erst während des Eingriffs.
Während der Operation bestimmt ein optischer Sensor die Lage von Patient und Bohreinheit auf den Millimeter genau. Dank kabelloser Infrarottechnik übertragen Reflektoren die harmlosen Strahlen, welche eine Kamera auffängt und an den Computer weitersendet. Aus diesen Informationen errechnet das RoboDent-System in Echtzeit die genaue Position des Bohrers.
Der Implantologe sieht so zu jeder Zeit, ob er den Bohrer für die zuvor errechnete Position des Implantates richtig hält und beobachtet auf dem Bildschirm ständig die Tiefe des Bohrers im Knochen.
EIn großer Vorteil des Systems besteht in der minimal invasiven Einbringung der Implantate. Auf großflächige Zahnfleischplastik kann häufig verzichtet werden. Sowohl der postoperative Wundschmerz als auch die postoperative Schwellung fallen damit geringer aus. Auch ist eine exakte Abschätzung des vorhandenen Knochens möglich. Der Implantologe sieht dabei, ob eine Insertion in den orginären Knochen "ohne weiteres" möglich ist oder ob augmentative Verfahren, wie z.B. Knochenverpflanzung, notwendig sind.
Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die Schonung sensibler Strukturen, wie z.B. Gefühlsnerven im Bereich des Ober- als auch des Unterkiefers.
Im Anschluss an den ambulanten Eingriff erhält der Patient häufig sofort ein Provisorium, das auf sogenannte "Interim-Implantate" aufgesetzt wird. Ebenfalls neu ist dabei, dass schon vor der Einbringung der eigentlichen Implantate durch den Zahntechniker im Labor anhand des vom Navigationssystem errechneten Modells ein ästhetisch perfektes Provisorium angefertigt werden kann. Insofern stellt das "RoboDent II"-System ein für die Implantologie zukunftweisendes System dar.
Quelle: IMT GmbH Institut für Medizintechnik Gerhard Preukschat
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